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Hier schreibt Jack Denver über Künstler und Galeristen, Kunst und Kultur.

 

Dies als Brückenschlag zwischen den Talenten, Etablierten, den Verantwortlichen für die Kunst und den Kunstinteressierten im Rheinland und hier im Norden.

 

Die einheitliche Frage nach dem Wunsch für die Kunst soll ein Fingerzeig sein, um aufzuzeigen welches Potential in der heimatlichen Kunst und den Künstlern steckt.

 

 

Kontakt über: Jack@JackDenver.de

 

Ausstellung "Randbereiche"

 

Am 07.12.2016 eröffnete die Ausstellung "Randbereiche" im Rathaus der Gemeinde Hatten ihre Pforten.

 

Der Künstlerkreis Hatten e.V. verbindet mit seiner Jahresausstellung einen Prozess des Erlebens und Erkennens. Randbereiche sind aus Sicht der Künstler jedwede Überschneidungen, Annäherungen, Berührungen, Kanten, Schnittstellen, Grenzen, das Insichvorhandensein und vieles mehr.

Mit sehr unterschiedlichen Techniken, Ansätzen und Materialien führen die Künstler den Besucher zu neuen Erfahrungen. Zu Randbereichen seiner Betrachtung. Zu Erkenntnissen.

 

Die Eröffnungsreden der Kulturbeauftragten der Gemeinde Hatten, Marianne Vieler-Bargfeldt und dem Vertreter des Künstlerkreises Hatten e.V. , Bernhard Schwarze, wurden von den zahlreich erschienenen Besuchern mit großem Interesse verfolgt. Beinhalteten diese Reden doch bereits Hinweise auf die möglichen Randbereichserfahrungen und Botschaften, die in den einzelnen Werken verborgen sind.

 

Am Rande dessen, was wir im täglichen Leben und in unserer täglichen Umgebung übersehen ist diese Ausstellung eine sehr gute Brücke zu den Randbereichen unserer Wahrnehmung. Und damit Brücke zu einer neuen "Ein"- Sicht.

 

Zum Künstlerkreis Hatten e.V. gehören: Margaret Buchholz, Monika Brunow, Lydia Drachenberg, Margot Drung, Angelika Fauser, Birgit Funk, Sylvia Gegler, Karin Geyer, Bernhard Kühntopf, Jürgen Lauenstein, Marianne Leidenroth, Horst Pieper, Renate Riemer, Walburga Pouwels, Sylvia Gegler, Manfred Riemann und Bernhard Schwarze.

 

Die Ausstellung "Randbereiche" kann noch bis zum 06. Januar 2017 im Rathausfoyer der Gemeinde Hatten besucht, besichtigt und erlebt werden.

 

Award-winning Chanteuse International Adrienne Haan im Telefoninterview mit Jack Denver anlässlich ihres Auftrittes im Metropolitan Room, New York am Abend des 06.Dezember 2016 mit ihrer Show "Cabaret Francais". Eine Show mit klassischen Liedern von Edith Piaf, Jacques Brel, Charles Aznavour und anderen Werken aus den 1920igern und 1930igern.

 

 

Liebe Adrienne Haan, zunächst meine Gratulation zu einer sehr gelungen Show, die wieder einmal gezeigt hat welches Powertalent in Ihnen steckt.

Und meinen herzlichen Dank, dass Sie sich nach dem letzten Konzert in dieser Saison im Metropolitan Room noch Zeit für dieses Interview nehmen. In New York ist es jetzt später Abend und Sie werden bestimmt noch von Ihrem Publikum erwartet.

 

Daher werde ich mich kurz fassen.

 

Die Saison 2016 ist nun zu Ende. Sie hatten im Verlaufe des Jahres viele ausverkaufte Veranstaltungen. Hätte die junge Adrienne Haan sich erträumt, eines Tages auf den Bühnen in New York zu stehen und das Publikum - so wie heute Abend - zum Beispiel mit einem Cabaret Francais zu begeistern ?

 

Oh ja, die junge selbstbewusste Adrienne Haan hatte sich das immer träumen lassen, schon damals als 14jährige, denn da habe ich das erste Mal gesagt: ich gehe nach NY und werde Sängerin/Schauspielerin.

1997 ging ich dann an die renommierte American Academy of Dramatic Arts und lebe und arbeite nun seit fast 19 Jahren in NY. Meine erste Solo Show führte ich aber erst in 2007 auf. Vorher war ich Musical Darstellerin und bin durch die USA getourt. Ein knallharter Traumjob ist das….

 

 

Sie haben Vorlieben für Lieder von Piaf, Aznavour, Brel, Jurmann aber auch Kurt Weill. Sie sind sprachbegabt und redegewandt. Sie waren an der Schauspielschule und sind nicht nur Sängerin, sondern auch Entertainerin. Welches Ihrer Lieder fordert die Chanteuse International am meisten heraus ?

 

Ich liebe grundsätzlich Herausforderungen. Sei es stimmlich oder lyrisch. Man muss sich sehr viele Texte auf allen Sprachen merken. Manchmal bis zu 7 in einer Show. Das ist eine schöne Herausforderung. Ich denke, am meisten fordern mich die endlos langen hebräischen Lieder heraus, denn ich spreche die Sprache eigentlich nicht. Leider nur ein wenig. Da muss man sich Brücken bauen, um alle Texte perfekt und authentisch, auch mit dem richtigen Akzent rüber zu bringen. Was mir bisher Gott sei Dank immer gelungen ist.

 

 

Frau Haan, im Februar des kommenden Jahr werden Sie Ihr Debut im Club

"54 Below" in New York geben. Wird es dazu auch sowie heute Abend mit der französischen Ausgabe eines Patricia Kaas Medleys oder des Cohen Evergreen „Hallelujah“ neue Songs beziehungsweise eine neue Show geben ?

 

Ich habe ja mittlerweile 8 verschiedene Shows, von daher lautet die Antwort: es gibt eine andere Show als jetzt im Dezember, aber diese habe ich auch schon einige Male aufgeführt. Es geht um die Musik der Weimarer Republik, einer der spannendsten aller Epochen.

 

 

Eine letzte Frage: Sie verbringen hin und wieder Zeit im Rheinland, Sie sind eine Kennerin der Kunstszene und können Vergleiche zu Ihrem Künstlerleben in New York ziehen. Wenn Sie sich für die Kunst vom Rhein etwas wünschen dürften, was wäre das dann ?

 

Vielleicht ein bisschen weniger Klamauk, das wäre doch mal schön!

 

Liebe Adrienne Haan, herzlichen Dank für dieses interessante Interview und die gewährten Einblicke. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Nikolausabend.

 

Mehr Informationen zu Adrienne Haan: www.adriennehaan.com

Preisträger des Kunstpreises der art'pu:l 2015 - Nico Sawatzki

 

art'pu:l 2015

 

Jack Denver im Gespräch mit dem Mitorganisator Marc Kirschvink am 04.06.2015 im Walzwerk Pulheim anlässlich der Vernissage zur art pu:l 2015

 

 

Herr Kirschvink, die art'pu:l hat gerade eben hier im Walzwerk in Pulheim ihre Pforten geöffnet und schon sind alle Ausstellungsbereich mit kunstinteressierten Besuchern gefüllt. Meinen Glückwunsch!

 

Wieviele Besucher erwarten Sie dieses Jahr ?

 

Wir erwarten in der Zeit vom 04.06. bis 07.06.2015 zwischen 3.500 und 4.000 Besuchern. Das ist eine weitere Steigerung zu den Vorjahren. Wenn ich zurückblicke auf die erste art pu:l im Jahre 2010 dann ist es sogar fast eine Vervierfachung.”

 

 

Was wird die Besucher erwarten ?

 

Unsere Besucher erwartet ein interessanter und spannender Umgang mit der Kunst durch nahezu 100 Künstlern aus rund 10 Nationen. Jeder einzelne unserer Künstler bring einzigartige künstlerische Ein- und Ausblicke.”

 

 

 

Herr Kirschvink, manche Kunstwerke warten mit einem Fingerzeig auf, andere mit Fragen. Viele mit viel Gefühl für das Menschliche und die Kunst. Umgesetzt in Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Grafik und Musik. Gibt es in diesem fünften Jahr der art pu:l ein besonderes Thema ?

 

Ja, in der Tat. In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal den art'pu:l spot

Mit dieser thematischen Sonderausstellung wollen wir in besonderer Weise auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam machen und einen künstlerischen Schwerpunkt setzen. In diesem Jahr machen wir aus dem Thema Syrische Künstler in Europa einen Leuchtturm.”

 

 

Daher auch die Ansprache der 1. Migrationsbeauftragten der Stadt Düsseldorf, Frau Miriam Koch zum Thema Flüchtlingshilfe, Kunst und Migration?

 

Richtig, und unser Projekt im Rahmen unseres art'pu:l spot von und mit Syrischen Künstlern adressiert daher genau aus diesem Grund das Thema Kunst & Migration”

 

 

Herr Kirschvink, nun gestalten Sie die art'pu:l ja nicht alleine und auch nicht zum reinen Selbstzweck. Wer sind ihre Mitstreiter und was zeichnet die art'pu:l aus Ihrer Sicht in ihrer Bedeutung für die Künstler aus ?

 

Meine Mitstreiter sind Renee Reißenweber, Jo Pellenz, Jochen Seelhammer und Bjoern Thiemann. Wir alle sind Künstler und haben uns in der kunstfirma a2b zusammengeschlossen, um die art'pu:l zu organisieren. Dabei partnern wir mit WzK01 Wir zeigen Kunst 01 – Ed Werner. Weil wir eben selber alle Künstler sind, verstehen wir die Bedürfnisse unserer Kolleginnen und Kollegen sehr gut und haben unser Messekonzept darauf abgestellt. Wir bieten für einen kleinen Einsatz eine umfangreiches Bouquet an Leistungen und verhelfen den Künstlern zu entsprechender Aufmerksamkeit. Bei den vergangenen Messen haben nahezu 85% unserer Künstler direkt vor Ort verkauft. Die art'pu:l hat sich dabei aber auch zu einer Sichtungsmesse entwickelt. Mehr und mehr Galeristen kommen zur art'pu:l mit dem Ziel einen neuen Künstler zu finden.

 

Das spornt uns an die art'pu:l weiter zu entwickeln und noch kreativer zu werden. So werden wir zum Beispiel in 2016 wieder eine zusätzliche Kunstmesse in Eupen, Belgien veranstalten.”

 

 

Herr Kirschvink ich wünsche Ihnen, Ihren Partnern und vor allem den Künstlern eine tolle Messe und viel Erfolg. Danke für das gute Gespräch.

 

Dem Gespräch vorausgegangen war die Verleihung des mit EUR 500,00 dotierten Kunstpreises der art'pu:l 2015 durch den Bürgermeister der Stadt Pulheim, Frank Keppeler. Mit dem Kunstpreis 2015 der art'pu:l wurde der junge Künstler Nico Sawatzki aus Regensburg für seine raumgebenden Werke ausgezeichnet. Der Kunstpreis der art'pu:l wird ausgelobt durch die Stadt Pulheim.

 

 

Rudolf Hürth

 

Interview in den Mai mit Rudolf Hürth vom 29.04.2015 in Wachtberg

Architekt – Bildhauer – Maler

 

 

Herr Hürth, Sie sind der Erfinder strotoplastischer Bilder.

Ein Bonner Jung, der sein Architekturstudium in Köln und Aachen absolvierte.

Bereits in den frühen 80igern starteten Sie Ihr Debüt als gestaltender Künstler.

 

Der junge Rudolf Hürth. Wer war das ?

 

Ein Bub der alles geformt hat, was er in die Hände bekam. Egal ob Holz, Papier, Stein, frühe Industrie-Erzeugnisse. Aber auch Ton, Gips und Blech. Und das was er geformt hat, das hat er mit Farbe bemalt. Im Zentrum des Interesses stand immer die Frage nach dem „Warum?“.

Und das „Warum“ war der Ursprung für die Neugierde die Dinge tiefgründig zu hinterfragen. Dingen Form, Farbe und ein Warum zu geben.

Der junge Rudolph Hürth war aber auch sehr stark auf Widerstand gebürstet. Widerstand gegen alles was scheinbar so normal, so etabliert, so selbstverständlich erschien. Aber nichts ist selbstverständlich.


 

Wie verträgt sich der Architekt mit dem Bildhauer und Videokünstler Hürth ?

 

Das ist einfach zu beantworten. Die Antwort liegt in der Historie. In der Geschichte waren Architekten in der Regel die Künstler, die die Bauwerke künstlerisch geprägt und ausgestaltet haben. Also war der Architekt in der Regel Architekt, Bildhauer und Maler. In einer Person. Ich folge also einer Tradition. Einer Tradition nicht der Tradition willen, sondern weil das Gefühl für Raum und Farbe in einer Person in dem Architekten gebündelt sein sollte, um komplexe Werke vorstellbar zu machen.

Dazu zählt sicher auch das Gefühl Gedanken in eine Bildfolge hineinzutragen und projizieren.


 

Die Erfindung der strotoplastischen Bilder macht den Maler Hürth zum Bildhauer und den Bildhauer Hürth zum Maler. Wer von beiden legt den Grundstein für ein Bild und wer ist der größere Kritiker von beiden ?

 

Für mich ist die Grundlage der Kunst eigentlich immer kritisch zu sein. Aber auch versöhnlich.

In der Kritik und Versöhnlichkeit entsteht eine Balance aus der heraus sich meine Schaffenskraft entwickelt. Zu dieser Balance gehört für mich und meine Kreativprozesse unbedingt auch die klassische Musik. Die Hintergründigkeit der klassischen Musik ist aus meiner Sicht unerreicht für die Tiefe der Wahrnehmung. Das Extreme im Auf und Ab der musikalischen Ebenen ist für mich mit kaum einer anderen Musik in dieser Ausprägung erreichbar. Genau dies löst bei mir die Imagination räumlicher farbiger Bilder und Visionen aus.

In besonderen Kontrastmomenten ist die Stille eine vergleichbare Kraftquelle für mich.

Der Sieger zwischen Kritik und Versöhnlichkeit des Bildhauers und des Malers Hürth sind meine strotoplastischen Bilder, in denen Malerei und Bildhauerei gleichberechtigt in einem Kunstwerk miteinander verschmolzen werden.


 

Herr Hürth, wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für die Kunst vom Rhein wünschen ?

 

Mehr Mut aller Beteiligten und Verantwortlichen und mehr Plätze an denen Kunst auch langfristig öffentlich ausgestellt werden kann, damit die Rheinschiene zum Leuchtfeuer der Kreativität und der Kunst und Kultur wird.

 

Den öffentlichen Raum mutiger zur Präsentationsfläche für Kunst und Kultur zu machen. Und damit eine Vorbildfunktion zu generieren.

 

Fakt ist, die Identität einer Gemeinschaft drückt sich über die Kunst aus. Die Weisheit hat ihren Sitz in der Kunst und Kultur und das Wissen darum ist verbunden mit einem nachhaltigen Ringen um eine friedfertige Zukunft und die Werte unserer Gesellschaft.

 

 

 

Herr Hürth, herzlichen Dank für dieses interessante Interview.

 

Ingo Maas

 

Neujahrs - Interview mit Ingo Maas vom 20. Januar 2015 in Bad Honnef.

 

Herr Maas, Sie sind Inhaber einer Werbeagentur und eines Kunstverlages in Bad Honnef.

Sie glänzen als erfolgreicher Ausstellungsmacher und sind ein hervorragender Künstler.

Wann und wie hat der junge Ingo Maas sein "Händchen" für die Kunst entdeckt ?

 

In sehr sehr jungen Jahren. Mein erstes Bild war ein überlebensgroßes naturalistisches Bild von einem Greifvogel. Von da an war ich immer künstlerisch tätig – auch während meiner späteren beruflichen Aktivitäten.

In dem Kunstverlag werden Publikationen für Menschen, die im Kunstbetrieb beruflich aktiv sind (Künstler, Galeristen, Museumsfachleute, Ausstellungsmacher) veröffentlicht.

25 Jahre lang habe ich ehrenamtlich einen bundesweiten Kunstverein geleitet, in dem 350 Künstler mit verschiedenen Maßnahmen gefördert wurden.

Alle Kenntnisse die ich im Laufe dieser Zeit erworben habe, habe ich auch in die Verlagsprodukte umgesetzt.

Meine Eltern haben noch heute ein Gemälde im Haus public präsent, aus einer Zeit als ich etwa 10 Jahre alt war.

Kunst war und bleibt der Motor für alle meine Aktivitäten.


 

Ein Sprichwort sagt: "Viele Köche verderben den Brei". Bei Ihnen und Ihrer lieben Frau Sascha trifft dies nicht zu. Sie können sehr wohl zusammen "kochen" ohne dabei das Mahl zu verderben.

Im Gegenteil. Sie kreieren zusammen Kunst und ergänzen sich dabei auf sehr hohem Niveau. Was hat sie zusammengebracht und wann und wie haben sie herausgefunden, dass sie so gut zusammen "kochen", sprich künstlerisch gestalten, können ?

 

Das hat angefangen vor circa 14 Jahren (wir sind seit 18 Jahren ein Paar). Sascha ist gelernte Textildesignerin. Ich bin weitestgehend Autodidakt. In meiner Jugend war dankenswerter Weise Dirk Otto einst mein Lehrer auf privater Basis. Da war ich 15 oder 16 Jahre alt.

Sascha hat immer aus ihren Kollektionen, die übriggeblieben Stoffe herausgesucht und ich habe angefangen darauf zu zeichnen. Aus diesem zufälligen Moment ist ein gewollter und geplanter Prozess entstanden, der neue gemeinsame Bilder mit Wildlife - Motiven und Natur entstehen lässt. Dabei arbeiten wir in getrennten Ateliers und tauschen die Bilder über ein längeren Prozess zwischen den Ateliers immer wieder aus. Jeder von uns bringt dabei seien Anteil in das Bild ein. Bis es aus unserer gemeinsamen Sicht fertig ist.

Dies machen wir nun schon seit 14 Jahren und haben auf dieser Basis zahlreiche Einzelausstellungen im Rheinland gezeigt.

Anfang Februar diesen Jahres sind wir mit unseren gemeinsam erstellten Arbeiten auf der Messe "Jagd und Hund" in Dortmund präsent.

Für Sommer 2015 ist eine Ausstellung in einer Galerie in Salzburg in Planung.


 

Gibt es für Ingo Maas noch "künstlerische" Herausforderungen denen er sich gerne stellen möchte ?

 

Ja, ich möchte mit Sascha das Thema Wildlife - Kunst deutlich weiterentwickeln. Gerade im Ausland gibt es hervorragende Möglichkeiten. Die gemeinsame Kunst dem passenden Publikum im In- und Ausland zu präsentieren wird eine schöne, wenn auch schwierige Aufgabe, die wir gerne erfüllen wollen.

Darüber hinaus will ich / wollen wir den Kunstverlag weiter entwickeln und weitere Publikationen mit aktuellen Themen für den Kunstmarkt veröffentlichen. Derzeit sind einige spannende Themen in Vorbereitung.


 

Herr Maas, wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für die Kunst vom Rhein wünschen ?

 

Ich würde mir wünschen, dass die ART COLOGNE als ehemals bedeutendste Kunstmesse Europas weiter an Format gewinnt. Die Tendenz sehe ich positiv.

Für Bonn würde ich mir wünschen, dass man sich – neben den großen Ausstellungen in den großen Museen – auch in kleineren Bereichen weniger provinziell für die Kunst aufstellt.

 

 

Herr Maas, herzlichen Dank für das interessante Interview.

Galeristin Magdalena Borowski

 

Interview mit Magdalena und Wiktor Borowski, CONTINUUM Galerie, vom 07.12.2014 im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung IN THE HEAD OF THE NIGHT auf dem Wintermühlenhof, Königswinter.

 

 

Liebe Frau Borowksi, Ihnen und Ihrem Mann Wiktor ist es zum wiederholten Male gelungen zahlreiche wunderbare nationale wie internationale Künstler in einer Gemeinschaftsausstellung zu vereinen. Immerhin sprechen Sie von 20 Künstlern und über 100 Werken. Den Besucher erwartet ein sehr gut komponierter und inszenierter Mix aus Skulpturen, Malerei und Fotografie.

 

Wann und wie haben Sie Ihre Leidenschaft für Kunst und Künstler entdeckt ?

 

Das hat man oder man hat es nicht. Die Familie meines Mannes ist mit der Kunst groß geworden. Ich habe bei mir schon sehr früh gemerkt, dass ich Kunst liebe und habe dies durch meine berufliche Ausbildung vertieft. Als ich meinen Mann kennengelernt habe, haben sich unsere Interessen und Fähigkeiten quasi potenziert. Durch unsere vielen befreundet Künstler wurden wir dazu weiter nach vorne getragen und so entstand schließlich ganz natürlich der Gedanke an eine eigene Galerie. Zunächst aber haben wir die familiäre Kunst gemanagt und unsere befreundeten Künstler an andere Galerien vermittelt. Dann ergab sich vor einiger Zeit die Chance auf eigene Räumlichkeiten. Seit dem haben wir die optimale Möglichkeit zur Präsentation unserer Künstler.

 

 

Welche Kriterien bestimmen Ihre Arbeit und warum setzen Sie Ihre Vorstellung hier in Königswinter in die Tat um ?

 

Wir haben intensiv nach Räumlichkeiten gesucht, die eine eigene Seele haben. Dabei spielte die Frage eines Standortes im Zentrum einer Stadt keine Rolle. Wir suchten absichtlich nach dem besonderen Ort. Das einzigartige am Wintermühlenhof ist seine Romantik, seine Geschichte und die Bauweise. Der Architekt hat es verstanden die alte Substanz mit einer Form der Modernen zu vereinbaren, die uns ein Höchstmaß an Flexibilität und Gestaltungsfreiheit bei der Präsentation unserer Künstler bietet.

 

Das Profil unser Galerie ist sehr speziell und dabei klar definiert. Bedingt durch unsere Herkunft aus dem Glashandwerk achten wir zunächst darauf, dass unsere nationalen wie internationalen Künstler ihr Handwerk wirklich verstehen. Das sie das eingesetzte Material beherrschen und auf eine besondere Art zur Wirkung bringen und damit zum Leben erwecken. Wir präsentieren schwerpunktmäßig skulpturale Kunst, meist aus Glas. Zunehmend kommen aber immer mehr Materialien hinzu wie zum Beispiel Bronze, Stein und Keramik.

 

Insgesamt erweitern wir derzeit unser Genre durch Fotografie und Malerei, die uns in ihrer Qualität überzeugen. Dabei haben wir einen Faible für internationale Künstler, um hier in Königswinter ein Fenster in die Welt zu öffnen. Aber immer wieder zählt ein einziger Punkt: Außergewöhnliche Aussagekraft und handwerkliche Perfektion.

 

 

Vor welcher Herausforderungen bei der Präsentation von Kunst und Künstlern haben Sie am meisten Respekt ?

 

Unbedingt vor der menschlichen Ebene. Finden wir Zugang zu dem Künstler und findet der Künstler Zugang zu uns ? Neben den wichtige Aspekten der Kunstwerke an sich, zählt der persönliche Kontakt mit unseren Künstlern. Wir wollen unsere Künstler auf die bestmögliche Art und Weise präsentieren und über eine lange Zeit durch verschiedene Ausstellungen in der Welt begleiten, aufbauen und fördern. Das erfordert eine belastbare Beziehung und gegenseitigen Respekt.

 

Der Rest ist Logistik...

 

 

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für die Kunst vom Rhein wünschen ?

 

Ich würde mir für die Kunst vom Rhein eine wesentlich größere internationale Bekanntheit wünschen. Dies gilt für alle Künstler der Rheinregion sowie die hier angesiedelten Galerien.

 

 

Herzlichen Dank für das interessante Interview.

 

Die Ausstellung IN THE HEAD OF THE NIGHT ist noch bis zum 02.März 2015 nach Terminvereinbarung für Besucher geöffnet.

Künstler Peter Tutzauer

 

Interview mit dem Künstler Peter Tutzauer vom 23.11.2014 anlässlich der hauseigenen Atelier - Ausstellung seiner Frau Jutta Tuztauer zum Thema: Kunst & Kitsch zur Befriedigung aller Begehrlichkeiten.

 

 

Herr Tutzauer, Sie wurden in Neuburg an der Donau geboren. Wo und wann haben Sie Ihr künstlerisches Talent entdeckt und was hat Sie letzten Endes nach Bonn geführt ?

 

Der künstlerische Zusammenhang meines Kommens nach Bonn ist der: Mein Vater, Kriegsheimkehrer und noch sehr jung, hatte einen Job als Architekt an der amerikanischen Botschaft hier in Bonn bekommen. Aber er wollte auch Künstler werden. Nur die schwierigen Zeiten haben das verhindert. Ich war drei Jahre als ich hier noch Bonn verschlagen wurde. Ich bin in dem künstlerischen Umfeld meines Vater groß geworden, der es leider nicht geschafft hat professioneller Künstler zu werden. Ich habe wohl deswegen schon ganz früh angefangen zu zeichnen und zu malen. Mein Vater war zu dieser Zeit einer meiner größten Kritiker aber auch Förderer.


 

Als Schüler bei Prof. Karl Marx und Daniel Spoerri haben Sie jahrelang Kölner Luft geschnuppert. Nun atmen Sie bereits seit Jahren Bonner Luft. Welchen Unterschied "schmeckt" der Künstler ?

 

Aus Liebe zur Heimat habe ich eine Möglichkeit gesucht in der Nähe von Bonn Kunst zu studieren. Dies hat mich nach Köln geführt. Köln hatte zur damaligen Zeit (~ 1975) noch nicht den Flair von heute. Gerhard Richter und Jürgen Klauke wirken aber damals auch schon in Köln. Jürgen Klauke hatte schon damals Kommentare zu meinen Arbeiten abgegeben und das hat mich als jungen Künstler sehr beeindruckt. Nicht zu unterschätzen sind natürlich die Kommentare meines Professors Karl Marx, einem echten “Wilden”, der mir als Ziehvater ein wertvoller Mentor war und meine Arbeiten sehr geschätzt hat.


 

Fühlen Sie sich als Künstler in Bonn wohl und aufgehoben ?

 

Ich habe mir natürlich im Laufe der Zeit mein Publikum aufgebaut. Dies gekoppelt mit meinem Heimatgefühl hat eine Art Bodenständigkeit hervorgerufen. Ich habe mir also mein Wohlfühlgefühl in Bonn selber entwickelt. Dazu hat die Stadt mir ein wichtiges Fundament gegeben. Ausbruchversuche, zum Beispiel nach Italien, blieben daher erfolglos.


 

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für die Kunst vom Rhein wünschen ?

 

Ich würde mir wünschen, dass der gute Grundstock in Sachen Kunst im Bonner Raum weiter wächst und gedeiht. Die bisherige Wahrnehmung der Kunst und der Künstler muss dabei geschärft werden und darf nicht nur auf den „Außenblick“ beschränkt sein.


 

Vielen Dank für das interessante Interview.

Galeristin Luzia Sassen

 

amstag, 25. Oktober 2014

ART.FAIR 2014

 

Interview mit Luzia Sassen anlässlich der ART.FAIR 2014 in Köln

Galerie Sassen, Bonn & Windeck-Schladern

 

 

Interview

 

Frau Sassen,

 

Seit über 20 Jahren präsentieren Sie zeitgenössische Künstler. Was war Ihre Motivation Künstler & Kunst zu Ihrem Lebensinhalt zu machen ?

 

Als ich 10 Jahre alt war habe ich einige Zeit im Krankenhaus gelegen. Diese Zeit hat mich sehr verändert. Ich hatte eine Sehstörung und nach dem Krankenhausaufenthalt hat sich mein Sehvermögen nach und nach verbessert und ich konnte immer mehr Farben und Formen erkennen. Das hat in mir den Wunsch geweckt dies in Farbe festzuhalten. Eines Tages hat mein Vater mir ein Kunstmagazin gezeigt. Das hat bei mir den dringenden Wunsch geweckt mich voll und ganz der Kunst, red Gestaltung, dem Design und Farben zu widmen und die Wirkung all dessen auf den Betrachter zu erleben. Ich war geradezu hungrig auf alles was mit Kunst zu tun hatte und ich habe mir soviel Wissen angeeignet wie möglich. Das ist auch bis heute so geblieben.

 

 

Gestern haben die Tore der ART.FAIR 2014 hier in Köln geöffnet. Sie sind jetzt zum 4 Male dabei.

Wie ist Ihr momentaner Eindruck von der ART.FAIR 2014 ?

 

Die Messe hat sich vergrößert. Dadurch hat sich die ganze Struktur und der Aufbau verändert. Es wird extrem viel angeboten. Leider auch manche Sachen, die sich in der Sache sehr ähnlich sind. Etwas kleiner wäre gut, weil sich aus einer kleineren Fläche eine andere Auswahl erzwingt. Der Besucher scheint mitunter sehr überfordert zu sein. Für uns als Aussteller ist die ART.FAIR aber eine wunderbare Messe, da wir bis jetzt schon sehr viele positive Reaktion von den Besuchern erhalten haben.

 

 

Sie sind mit Ihrer Galerie in Bonn sehr erfolgreich. Bonn hat viele Museen die Interessierten die jungen wie alten Meister zugänglich machen. Wäre eine solche Kunstmesse nicht auch ein wichtiger Magnet für Bonn ?

 

Nein. Köln ist sicher der bessere Platz für eine solche Kunstmesse.

 

 

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für die Kunst vom Rhein wünschen ?

 

Ich fände es toll, wenn es noch weitere Unternehmen wie zum Beispiel die AXA geben würde, die sich für Kunst in jeglicher Form einsetzen. Aus meiner Sicht gibt und gilt es noch viele Potentiale zu entdecken und zu fördern.

 

 

Herzlichen Dank für das interessante Interview und weiterhin viel Erfolg auf der ART.FAIR

 

 

www.galerie-luzia-sassen.de

Silke Bekelaer-Kögler und Helmut Grothaus

 

Sonntag, 3. August 2014
Finissage Zen meets Art

 

Helmut Grothaus, Projektentwickler und Galerist im Kurzinterview mit Jack Denver anlässlich der Finissage “Zen meets Art”.

 

In Zusammenarbeit mit dem japanischen Kulturinstitut präsentierte die IAC Galerie von Helmut Grothaus einen Monat lang am Rheinufer in Königswinter die feinste Kunst von

10 zeitgenössischen renommierten Malern und Keramik Künstler aus Japan.

 

 

Interview:

 

Herr Grothaus, Sie sind von Hause aus Projektentwickler. Was hat Sie motiviert vor 14 Jahren eine Galerie zu gründen ? Gilt diese Motivation auch heute noch ?

 

Interesse an der Kunst, der Architektur und auch der Philosophie waren schon immer meine Hobbys. Daher habe ich aus meinem Hobby eine Passion gemacht. Wichtig war mir dabei immer junge Künstler anzusprechen und zu motivieren sich an Projekten zu beteiligen. Zu guter Architektur gehört aus meiner Sicht als ein wichtiges Element die angewandte Kunst. Eine Charakterfrage für die Architektur. Dabei steht für mich kulturübergreifende Kunst und Architektur in einem engen Zusammenhang.

 

 

Welche Ziele verfolgen Sie als Galerist heute ?

 

Die gleichen wie damals. Interkuturelle und internationale Begegnung kreativer Menschen. Damit verbunden der Austausch von unterschiedlichen kulturellen Positionen, die in den Werken der Künstler ihren Ausdruck finden. Dies in meinen Galerien auszustellen und einem interessiertem Publikum in Form eines gemeinschaftlichen Erlebnisses zugänglich zu machen, ist eine meiner großen Motivationen. Der dabei entstehende Austausch von Gedanken ist eine Fortsetzung der Begnungen mit den Künstlern und deren Werken.

 

 

Sie betreiben eine Galerie hier in Königswinter und hatten eine weitere Galerie in der Nähe der Spree in Berlin. Gibt es aus Ihrer Sicht einen Unterschied im Umgang mit der Kunst an beiden Flußufern ?

 

Basierend auf der hohen Zahl von rund 9.000 Künstlern und rund 600 Galerien an der Spree entsteht eine extrem lebendige künstlerische Atmosphäre und Kultur. Die Kunst und Kultur in Berlin profitiert von einer lebendigen Subkultur und Kulturenvielfalt. Der dadurch entstehende Druck auf die Szene ist enorm und dient gleichzeitig als Motor für eine ständige Erneuerung und gibt Spielraum für Kreativität und künstlerische Exzesse. Qualität erhält so eine neue Chance in einer offenen Gesellschaft.

 

Diese Erfahrungen eröffnen uns die Chance Elemente dieser Vielschichtigkeit Berlins nach Bonn zu transferieren. In kleinen homöopathischen Dosen.

 

 

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für die Kunst vom Rhein wünschen ?

 

Vor allen Dingen mehr Solidarität und Offenheit in der Zusammenarbeit mit städtischen und journalistischen Institutionen. Die Region Bonn / Rhein-Sieg sollte zu einem kulturellen Raum werden, der sich stärker vernetzt, kooperiert und gemeinsame Aktion hervorbringt. Hierdurch könnte die Kunst aus der Region in Summe deutlich gefördert werden. Profitieren sollten davon in erster Linie die Bevölkerung und die gesamte Region. Kunst und Kultur könnten für die heimische Region markante und starke Marketinginstrumente sein.

 

 

Herzlichen Dank für das interessante Interview.

(C) Jack Denver 2013 / 2014 / 2015 / 2016 / 2017

 

 

Nora Abu-Oun, Jürgen Nimptsch, Dr. Jörg Haas, Joelina Drews, Pia Bolte, Gülcan Kamps, Janina Youssefian, Willi Herren, Marc Aurel Zeeb, Jenny, Korsett, Schnürkorsett, BMW i8, Tesla, Maybach, Mercedes, S-Klasse, Günther Matern, Helmut Zerlett, Magdalena Borowski, Wiktor Borowski, Continuum Galerie, Adrienne Haan, Music Today, wet floor, Melody Awuah, Sean Levey, Francis Noran, Mönchengladbach, Ramona Garcia, Gabriela Catalina, Bonn, Kameha Grand Bonn, Bayern, Fussball WM 2014, JenesS, Handy Cover, Existenzgründer, Beratung, Medienberatung, Consulting, Tesla, Lulu de Lappidar, Werbung, Streve-Mühlens, Jacky Ickx, Khadja Nin, Adrienne Haan, Jennifer Akerman, John Lithgow, Toni Garrn, SPA, Küchenparty, Ulrich Heimann, Sternekoch, Jörg Stricker, Art.Fair, Köln, zebra, Brustkrebszentrum, Marien Hospital Düsseldorf, Herbert Lattmann, Landscapes, Ingo Maas, Stimme, Wahl, Wähler, election, Sonntag, Freitag, Nortrud Becher-König, Hans-Joachim Berndt, Ulrike Biermann, Gina Castellan, Nadja D'Agostino, Carmen Engel, Barbara Ewers, Anka Franzen, Karin Hoffmeister, Manuela Krapf, Alessia Krause, Susanne Kress, Sigrid Mirus, Marita Nick, Daniel Petrusch, Manfred Storb, Johannes Teufel, Peter Tutzauer, Greet Vandermarliere, Kameha Grand, Brustkrebs, Cancer, Media Broadcast, Marius Singer, Kunstpreis, Vernissage, LavendelLaune, Dr. Ulrich Blömer, Sigrid Mirus, Renate Pfahl, Claudia Waters, Auction, Charity, Hoffnung, Hope, Ausstellung, Freche Früchtchen, Messerschmiede, Mondrian, Cutler, Goldsmith, Danceteam, Telekom Baskets, Die Goldschmiede, Red Carpet, Promis, Flachangelmesser, Foto Kunst, Bauhaus Bilder, Berlinale, Krebs, Art, VIP, Ferres, Adorf, Wowereit, Bridges, Hoss, Kretschmann, Jones, Kolesnikova, von Praunheim, Liefers, Loos, Kosslick, Gedeck, Fischer, Barati, Fonda, Wokalek, Pattinson.

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