Ars Rhenus Jouranl 2019

Newcomerinterview mit Katrin Stadach

 

 

Interview mit einer Galerie-Newcomerin mit viel Potenzial!

 

Katrin Stadach, herzlichen Glückwunsch zur Neueröffnung Ihrer Galerie

Flying Colours.

Sie haben bisher ein recht buntes Leben geführt. Da könnte der Name durchaus „Programm“ sein und „Flying Colours“ für Sie als ehemalige Stewardess ein geflügeltes Wort?!

Für einen Newcomer stellt sich immer auch die Frage: Habe ich das richtige Konzept, um mein Publikum zu erreichen? Welches ist Ihr Konzept um Buxtehude und das Umland von Ihren Leistungen zu begeistern?

 

Erst einmal lieben Dank für das Interview und die Möglichkeit, hiermit ein bisschen Aufmerksamkeit auf meine Galerie zu richten.

 

Ich habe eigentlich nur ein Konzept: Mich!

So kann ich in der Galerie meine Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis stellen. Ich liebe den Kontakt zu Menschen, ich mag die Kunst und ihre Vielfältigkeit und betrachte das Leben immer gern auf seine bunte Art und Weise.

 

 

Sie haben in Ihrem Leben schon sehr viel von der Welt gesehen und viel erlebt. Andere Kulturen beschenken aufmerksame Menschen. Womit wurden Sie beschenkt und welches der „Geschenke“ wird Einfluss haben auf Ihre Unternehmung?

 

Ha, ja, ich war schon immer hungrig auf die Welt. Mein größtes Geschenk auf meinen Reisen waren die Menschen und ihre Kulturen selbst. Die Erlebnisse und die empfangene Hilfsbereitschaft versuche auch ich zu vermitteln.

 

 

In einem ausführlichen Bericht im Buxtehuder Tageblatt (www.tageblatt.de) war neulich nachzulesen, dass Sie hauptsächlich Rahmungen anbieten wollen? Wenn man Ihre Galerie besucht, bekommt man ob der vielen spannenden Künstler in Ihrem Portfolio jedoch einen anderen Eindruck. Wie erklären Sie das?

 

Ach so? Mhmh, also, ich habe der Galerie lediglich etwas von meiner unerschöpflichen Energie übertragen. Meine Kunden sollen sich wohl fühlen, die Kunst genießen und sich Zeit nehmen können. Besonders in der Auswahl von Bilderrahmen. Ja, ich sehe die Herstellung von Rahmen in der Tat als meine Hauptaufgabe an. Nebenbei soll die Galerie aber auch interaktiv sein. Workshops, Lesungen, Konzerte, Vernissagen… all das beinhaltet für mich meine neue Lebensaufgabe.

 

 

Buxtehude und das Umland sind reich gesegnet mit Künstlern. Werden Sie sich daher auf „regionale“ Kunst beschränken oder geht Ihr suchender Blick auch über die Region hinaus?

 

Ich möchte auf jeden Fall jungen oder auch unbekannten Künstlern die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren. Gern aus dem näheren Umland.

Aber auch nationalen und internationalen Künstlern steht meine Tür stets offen. Was ist individueller als Kunst? Sie liegt doch stets im Auge des Betrachters.

 

 

Wo will Katrin Stadach mit der Kunst im und aus dem Norden in, sagen wir einmal, fünf Jahren stehen?

 

Am Westfleth 27 in 21614 Buxtehude, mit beiden Beinen auf dem Boden und nach wie vor leuchtenden Augen!

 

 

Liebe Katrin Stadach, herzlichen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit „Flying Colours“!

Künstlerin Leila Nik im Interview

Künstlerin Leila Nik

 

 

Interview zur Vernissage

 

Buxtehude, Germany.

One-artist-show Beauties by internationally known Iranian artist Leila Nik.

Presented by Katrin Stadach, Gallery Flying Colours.

February 3rd until March 16th, 2019.

 

www.flying-colours.de

 

 

Beauties! Tender, sometimes also colorful and expressive. Impressions from all kind of flowers and to a minimum reduced female bodies. Very finely sketched and partly but selective painted in watercolors. Always nature connected.

 

Leila, you were born in Tehran and grew up there. Who was that young girl ?

 

I was born in Tehran in 1974 and grow up sheltered upbringing as youngest beside my 3 sisters and 2 brothers. My mother manufactured skillful seaming.

 

 

When did you realize for the first time that art has touched you ?

 

I was interested in all art around me, and I wished to create myself. In fact I draw since I do remember, and I was always interested in painting. I decided to go my way as artist and started my studies in painting in the age of 23. I had experience in different technics. Finally I kept sensitive lines.

 

 

The culture in Iran is interesting different from other countries. What is your motivation, what are your emotions when you paint female bodies in natural poses ?

 

My first and main reason to study in drawing was to learn drawing with lines. Only with lines. This opened my eyes and my feelings for the wonderful forms, expressions, and moments of every single body. I try to catch special moments, nice moments of beautiful bodies and to record them in my art. It spends a wonderful satisfying feeling, when I could bring these different moments on paper or canvas.

 

 

Flowers and female bodies have something in common. Wonderful shapes of course. But also both will blossom and fade. Both are tender. Both have their own “language”. Is there a selected “Leila”- interpretation regarding the interrelation between the two ?

 

Yes, I see in both beauty, in their different moments of blossom like in fade. I see and bring flowers and bodies in the same kind with sensitive lines. Some flowers need only color to express their character at it’s best.

 

 

I heard about some difficulties during your studies regarding free choice of human motives when painting. Any statement from your side regarding the overcoming from boundaries of all kinds through art ?

 

We live in an Islamic republic. And the public art follows the rules. Today the art scene is very alive. There is hardly any difference in the contemporary art to Europe, which you can find in private workshops and private exhibitions in Tehran.

 

 

Mrs Nik, thank you very much for the interesting Interview!

Künstler Gerhard Haug im Interview

 

 

Interview mit Gerhard Haug vom 12.05.2019

 

 

Gerhard Haug, Jahrgang 1939, gebürtiger Österreicher.

 

Graz, Hamburg, Mannheim, München, Jork, Österreich, Deutschland jetzt Dänemark...ein Leben im Wandel der Zeit......Geschichte und der Orte. Ein Leben mit Liebe und Lieblosigkeit. Ein Leben mit Streifzügen durch das Leben unzähliger Menschen. In der eigenen kinderreichen Familie, wie in Heimen, wie im dauernden Aufbruch.

Lebens- und wissenshungrig. So beschreibt Gerhard Haug sein bisheriges Leben. Der Höhepunkt seiner Emotionen: die Liebe zu seiner Frau Jytte.

 

Wer genau hinschaut findet genau all dies in seinen Bildern in der aktuellen Ausstellung im Kulturforum am Hafen in Buxtehude. Bilder voller Details, Emotionen, Farben, Realismus und Surrealismus, Sexualität und Provokation.

Wunsch und Wahrheit. Kubistisch nuanciert.

 

 

 

Herr Haug, Ihr Leben hat Sie stets herausgefordert. Wie ist das Kind Gerhard mit diesen Herausforderungen umgegangen ?

 

Wenn ich das wüsste, würde ich nicht mehr den Pinsel quälen, sondern einen Therapeuten aufsuchen! Aber ernsthaft, die US-Psychologin Meg Jay hat dazu ein sehr interessantes Buch geschrieben. Ihre Empfehlung: „Weiter machen! Der Kampf gegen den Stress der Kindheit ist auch (nur) Stress!

 

 

 

Vergleicht man in Ihrer Buxtehuder Ausstellung Ihre frühen Werke mit den aktuellen, dann fallen dem Betrachter deutliche Unterschiede auf. Nicht in der Farbenvielfalt, wohl aber im Detailwillen des Malers. Warum dieser Wandel ?

 

Gute Frage! Deswegen habe ich die Bilder auch getrennt. Der Begriff „Detailwillen“ ist mir neu, aber nicht ganz unverständlich. Ich lege großen Wert auf die exakte Darstellung der Details, aber sie ordnen sich (hoffentlich) geschmeidig ein in das Ganze, denn was zählt, ist eine magische Komposition!

Meine augenblickliche Frage an mich selbst lautet:

Warum plötzlich vorwiegend, fast ausschließlich Hochformate?

 

 

 

Frau und Mann, Sexualität, Geburt, Unterdrückung und Vorherrschaft, Geschlechterkampf sind Themen eines Ihrer Triptychons. Scheinbar im Aufbau wie ein Altarbild wirkend. Verarbeiten Sie damit das Leben Ihrer Eltern, Ihrer Familie ?

 

Wenn es dem Betrachter so erscheint, mag das vielleicht sogar stimmen. Dem Künstler bewusst war es bei der Gestaltung sicher nicht. Das Leben meiner Eltern zu verarbeiten, wäre sicher eine Lebensaufgabe für mich.

Zum Glück haben sich damit die Historiker und Psychologen schon ausreichend beschäftigt. Ich persönlich habe ihr Unvermögen ihre Kinder nach dem idealen Anspruch der Gesellschaft zu erziehen, dem NS-Regime und dem Krieg zugeordnet und sie, aber auch mich damit entlastet. Nicht zu vergessen ist, dass sie aus einem freien Land, Kanada, in eine mörderische Diktatur nach Österreich kamen!

 

 

 

In Ihrer Zeit in Jork, im Alten Land, haben Sie das Prinzip Open House gelebt. Was waren Ihre Beweggründe ?

 

Gründe sich zu bewegen gibt es viele! :-) Ich sage nur 68 und Kommune. In dem großen alten Bauernhaus war extrem viel Platz und es lebten zum Anfang drei Parteien dort. Einige Jahre später, nach dem Kunststudium habe ich selbst eine Malschule gegründet. Für Kinder und Erwachsene. Schon dadurch war viel Leben in der Bude. Natürlich habe ich auch jedes Jahr mit den Werken meiner Schüler eine Ausstellung gemacht. Auch der Musik bin ich als Konsument sehr zugetan. Es gab bei uns wunderbare Konzerte mit einer englischen und mit einer holländischen Band. Die Namen: The Chameleons und The Convent.

 

 

 

Wenn man Sie mit Ihrer reizenden Frau Jytte beobachtet, dann spürt man, dass Jytte einen nachhaltig wirkenden Einfluss auf Ihr Leben genommen hat. Würden Sie Jytte nicht nur als Ihre Ehefrau, vielmehr auch als Ihre Muse beschreiben ?

 

Die schwerste Antwort! :-) Auf jeden Fall sind wir ein eingespieltes Arbeitsteam. Manches mal ist sie die Chefin und manches mal spiel ich mich als Chef auf. Ansonsten sind wir ein altes Ehepaar, das sich mit viel Humor über die Runden bringt! :-)

 

Ende gut alles gut.

 

 

Gerhard Haug, danke für das interessante Interview !

 

Künstlerin Elena-F. Kühn im Interview

 

 

Frau Kühn, wie würden Sie Ihre Verbindung zur Natur beschreiben ?
 

Solange ich denken kann, bin ich naturverbunden – lange Spaziergänge mit meiner Mutter und meinen Geschwistern, später lange Spaziergänge mit meinem Hund, ein großer (Gemüse)Garten, in dem ich meiner Mutter gerne geholfen habe. Mein kleiner Garten, in dem mir irgendwann die Erkenntnis kam „...ach, das ist Meditation...“, Eintauchen, sein. Die Natur gibt mir Kraft, andere gehen vielleicht in die Kirche, ich gehe an die Elbe. Tiefe Dankbarkeit, Demut....“vielen Dank für die Wolken..“, wie es in einem wunderbaren Text von Hans Magnus Enzensberger heißt. In der Natur finde ich meine Inspiration, sammle Eindrücke und konkret Formen und Farben wie Blätter, Gräser, Steine etc.
 

 

Wie ist das Stadtkind Elena-Florentine mit der Natur in den Straßen Bremens umgegangen ?
 

Ich habe Bremen als Kleinkind nicht bewusst erlebt, meine Eltern sind nach meiner Geburt und nach Kitzingen gezogen. Durch den Beruf meines Vaters sind wir oft umgezogen. Die meiste Zeit meines Lebens lebe ich in Norddeutschland. Bremen ist mir sehr vertraut und auch ein Stück Heimat durch Freunde meiner Eltern, die wir oft besucht haben.

 

 

Florentine kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Die Blühende". Nomen est omen ? 

 

Ist es so? Finde ich in Bezug auf meine Arbeit sehr schön.
 

 

Sie malen viele Ihrer Bilder mit "Eitempera". Haben Sie eine besondere Rezeptur und warum ausgerechnet dieses Material ?
 

Ich mische das Malmittel selber an, Dafür verwende ich ein Ei und in einem bestimmten Mischungsverhältnis in Terpentinöl aufgelöstes Dammarharz und Leinöl.In dieses Malmittel werden dann die Pigmente eingebunden., ein recht sinnliches Vergnügen, wie ich finde. Vielen sind diese Zwischenschritte zu aufwändig, aber ich habe Freude am (An)mischen der Farben. Ich habe die Technik der Eitempera während meines Studiums kennengelernt, es war
sofort „meins“. Man kann deckend oder auch dünn malen wie Aquarell,  Lasuren anlegen, Schichten übereinander legen. Die Oberfläche trocknet relativ schnell, so dass man wieder und wieder darüber gehen kann. Allerdings nicht so fest wie Acryl, d.h., man kann untere Schichten wieder freilegen, Farben vom Grund wieder nach oben holen. Eitempera ist weicher als z.B. Acryl, man kann die Farben länger ineinander malen, sanfte Übergänge schaffen. Und ich mag die Oberfläche, so samtig. Ölfarbe verwende ich äußerst selten und wenn, dann als Lasur – Öl dauert mir einfach zu lange mit dem Trocknen, um wieder darüber gehen zu können, dafür bin ich zu ungeduldig.

 


Viele Ihrer Landschaften lösen sich auf. Verlassen den Realismus. Welche Visionen haben Sie für Ihre zukünftigen Bilder ?


Meine Arbeiten sind Entwicklungen vom Gegenständlichen zum NichtGegenständlichen. Die Form bildet den Ursprung und ist zugleich Impuls meiner Bilder. Das können, wie vorhin schon erwähnt, z:B. Blätter, Gräser, Insekten etc. sein. Ich habe lange Zeit ausschließlich gegenständlich gemalt. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema“Landschaft“ begann die Loslösung vom Gegenständlichen, erst durch Reduzierung, aber klar als Landschaft wahrnehmbar, bis hin zu Formen, Flächen, Flecken. Bei manchen der neueren Arbeiten ist – durch den Horizont - wieder deutlicher Landschaft erkennbar. Ich denke, ich habe meinen Weg gefunden, werde mir treu bleiben - ich bin selber gespannt, wohin die Reise geht.

 

Weiter, immer weiter.....

 

Elena Kühn, herzlichen Dank für das Interview !

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