ArsRhenus Journal 2020

 

 

 

Zeichnung & Foto by Martyn Dunn

 

 

Telefon-Interview vom 15. März 2020 mit dem walisischen Künstler und Denker Martyn Dunn im Alten Land  

 

Lieber Martyn Dunn, 

Sie stammen aus Newport / Wales und haben die dortige School of visual Arts besucht. Bereits als Jugendlicher haben Sie in Ihrer damalig neuen Heimat in Niedersachsen einen Malwettbewerb gewonnen. Sie machen insgesamt wenig Aufsehen um Ihre Person, obwohl Sie guten Grund dazu hätten. Sie haben bisher bereits viele Kunstausstellungen im In- und Ausland mit Ihren ausdrucksstarken Gemälden beschickt, sind ein über die Grenzen Englands hinaus bekannter "Strassenmaler" und Porträtist, waren schon im TV und haben Grafiken für namhafte deutsche Zeitungen kreiert. 

 

Wie sieht der Maler Martyn Dunn die bildende Kunst in einer Welt "multimedialer Überschwemmungen" ! 

 

Wie bei allen Arten von Überschwemmungen, taucht halt viel Mittelmäßiges und gar Schlechtes an der Oberfläche auf. Das Gute geht dabei oft unter oder wird verdrängt. Das macht die Sucherei nach guter Kunst schwieriger als in der Vergangenheit. In der multimedialen Landschaft der gegenwärtigen Kunstszene existiert eine Vielzahl an Parallelwelten und Trends, die selbst für Kenner, Galeristen usw. nur sehr schwer einzuordnen sind.  

Ich versuche mich möglichst nicht zu sehr von diesem „Overkill“ an Eindrücken erschlagen zu lassen, wie es z.B. auf sozialen Medien wie Instagram der Fall ist.  

 

Sie zeichnen mit einer extrem hohen Akkuratesse und Ihre Öl / Acryl Bilder zeichnen sich durch eine enorme Plastizität aus. Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Sinn bevor Sie Ihr Künstlerwerkzeug in die Hand nehmen und Sie mit dem (Er-)Schaffungsprozess beginnen? 

 

Ungeachtet meines Mal- bzw. Zeichenstils, spielen die Gedanken vor- und während des Kreierens so ziemlich die Hauptrolle.  

Das Endergebnis muss ich vor meinem geistigen Auge visualisiert haben oder zumindest zu 80% oder so. Bevor ich dann überhaupt anfange, gehe ich im Kopfe alle Schritte durch. Nicht nur im Bezug auf Materialien, sondern auch auf die Ausführung, Stil usw.  

Auch ist mir vor Beginn des Arbeitens bewusst, dass es zu ungeplanten Überraschungen während des Schaffens kommen kann. So kann es vorkommen, dass ein Bild sich einfach nicht richtig entwickeln will, auch wenn man noch so sehr damit „herumdoktert“. Oder im günstigsten Fall, dass ein Werk besser wird als ursprünglich geplant.  

 

Wichtig für meine Kreativität ist auch der sogenannte Flow-Zustand, der nach einiger Zeit eintritt. Das ist so ziemlich die optimalste Begebenheit: Eine Art Zeitlosigkeit mit dem Gefühl sich mit seinem „höheren Selbst“, dem Universum, der universellen Energie, oder wie auch immer man das bezeichnen möchte, verbunden zu haben.  

Vor Jedem Arbeitsbeginn, mache ich mir ebenfalls Gedanken über den zeitlichen Ablauf. Ich kann effizienter Arbeiten mit einem selbstauferlegten Deadline und die erforderlichen Zwischenziele, um meine Motivation aufrecht zu erhalten.  

 

Sie haben sich zu Beginn Ihres Studiums mit den "alten Meistern" beschäftigt, diese in „Gehweggemälden“ oft kopiert. Viele von ihnen waren nicht nur Visionäre in der Malkunst, sondern auch (Vor-)Denker und Philosophen. Sie folgen diesen "alten Meistern" auch durch Ihre in zwei Malebenen aufgeteilte Bilder. Beziehen sich auf kosmische Ansätze. Versinken im Denken. Welche besondere Bedeutung messen Sie dem "Denken" bei der Gestaltung Ihrer Arbeit bzw. Ihres Lebens bei?   

 

Die „alten Meister“ der Renaissance, bezogen viele ihrer Erkenntnisse von den Philosophen, Künstlern usw. der antiken Griechen. Es ist für mich erstaunlich, was man damals an Wissen in dieser Hochkultur erlangt hat. So hat man sich z.B. damals schon mit der These befasst, dass das Universum eine Einheit oder Ganzes bildet und dass somit alles — auf einer Mikrokosmischen Ebene — miteinander verbunden sei. Unabhängig, ob es sich um materielle Dinge handelt oder um feinstoffliche Energie, wie z. B. Gedanken, Emotionen und Gefühle.  

Vieles war damals reine Theorie. Heute weiß man, dass es eigentlich keine Trennung zwischen den verschiedenen Dingen gibt, sondern alles ist miteinander verbunden. Mehr noch: Dinge, die scheinbar getrennt voneinander existieren, können sich gegenseitig beeinflussen. So sind z. B. Gedanken nicht einfach unsichtbare „Wolken“, die keinen Einfluss auf die äußere materielle Welt besitzen.  

Ganz im Gegenteil: Gedanken besitzen eine Energie und Frequenz, die wir als Erfahrung in der Außenwelt erleben, was letztendlich auf die Programmierung unseres Unterbewusstseins zurückzuführen ist.  

Beruhend auf dieser Erkenntnis ist es mir daher wichtig, womit ich mich tagsüber und natürlich beim Malen vorwiegend gedanklich beschäftige. Gedanken beeinflussen halt die Emotionen. Vor Arbeitsbeginn stimme ich mich vorher mental darauf ein. Das kann durch Meditation, meine Lieblingsmusik oder einem Spaziergang sein. Ich messe dem Denken und Fühlen eine sehr hohe Bedeutung zu, denn es wird sich im Werk manifestieren. Ich möchte schließlich, dass sich der Betrachter, nach vollbrachter Arbeit, damit gut fühlt.  

 

Ihre Portraits-Zeichnungen bestechen in vielerlei Hinsicht, aber besonders durch den "Blick", der aus dem Bild schaut. Der Betrachter von "außen" fühlt sich auf angenehme Weise angesprochen, manchmal auch scheinbar beobachtet. Welche Motivation steckt hinter dieser Form der "künstlerischen Interaktion" ? 

 

Was meine Portraits-Zeichnungen betrifft, gebe ich mich mit einer genauen Abbildung der Person nicht zufrieden. Das reicht mir nicht aus. Sondern das Einfangen der Seele, das Wesen des Menschen ist ebenso wichtig. Das geschieht am besten, wenn ich diese Person gut kenne bzw. vorher Zeit mit diesem Menschen verbracht habe. Diese Interaktion spiegelt sich dann im Bild wieder. Vielleicht registriere ich Wesenszüge, Charakteristik und Merkmale, die andere möglicherweise nicht gleich bemerken. Aber die unterschwellige „Botschaft“ wird vom Betrachter erfasst, meiner Meinung nach. 

 

Martyn, Ihre körperliche Erscheinung erinnert an einen Olympioniken der Antike oder an eine Figur aus der Loacoon Gruppe. Das sieht nach viel Kraftsport aus? Sind Sie tatsächlich so oft im Studio? 

 

So manch einer ist sehr erstaunt darüber, wie wenig Zeit ich tatsächlich im Studio verbringe. Um einen muskulösen athletischen Körper zu kreieren, muss man nicht seine komplette Freizeit opfern. Als Beispiel trainierte Schwarzenegger damals im Schnitt 4 Stunden am Tag. Dorian Yates hingegen „nur“ 3 Stunden in der Woche. Beide sind letztendlich mehrfache Mr. Olympia Sieger geworden, was die höchste Auszeichnung im Bodybuilding ist.  

Das hat mir vor Augen geführt, dass es nicht unbedingt darauf ankommt, wie lange man trainiert, sondern was während der Zeit im Studio geschieht.  

 

Da ich keine Wettkämpfe bestreite oder sonst wie mein Geld mit Bodybuilding verdiene etc., trainiere ich nach einem sehr minimalistischen Programm, und erreiche trotzdem herausragende Ergebnisse, die denen eines Profi-Athleten nicht nachstehen. Zwar macht mir das Training jedes Mal viel Spaß, aber meine Freizeit ist mir auch sehr kostbar und wichtig, da andere Sachen eine höhere Priorität besitzen.  

Reines Krafttraining führe ich momentan ein- maximal zwei mal der Woche im Studio aus.  

 

Sie arbeiten gerade an Ihrem ersten Buch, das demnächst erscheinen soll. Was können (dürfen) Sie uns jetzt schon über den Inhalt verraten? 

 

Das knüpft gut an die vorherige Antwort an. Denn in meinem Buch geht es darum, wie man vorwiegend mit gezielte Gedankensteuerung seinen Traumkörper oder seine Wunschfigur in Rekordzeit und extrem wenig Zeiteinsatz erschaffen kann. Das klingt zunächst womöglich sehr abgehoben oder gar unrealistisch. Natürlich bedarf es ein paar Trainingsübungen, aber die „Hauptaufgabe“ beruht auf einer Denktechnik, die leicht zu erlernen ist.  

Ich kenne persönlich kein Buch oder Publikation die diese Thematik so behandelt ,wie ich es tue. Und das ist auch der Hauptgrund für die Veröffentlichung. Ich betrachte mein Konzept als ziemlich revolutionär und in der Zusammensetzung neuartig. Zudem ist es mir ein Anliegen Menschen, die zeitlich sehr eingebunden sind, mit meinem Programm zu begeistern und ihnen weiterzuhelfen. Aber ebenso Menschen, die offen sind für neue, unorthodoxe Methoden, um einen großartigen Körper zu formen, statt auf „herkömmlicher“ Art und Weise zu trainieren.  

 

Obwohl der Schwerpunkt meines Buches sich um das Thema Wunschfigur dreht, werden andere Lebensbereiche automatisch mitbehandelt, da das körperliche Wohlbefinden enormen Einfluss auf unzählige andere Lebensbereiche hat.  

 

Das Buch beruht auf Wissenschaft und Erfahrungswerten, ist jedoch absichtlich sehr leicht und verständlich für die Umsetzung konzipiert, damit jeder schnelle Erfolge erzielen kann.  

 

Ich bin sehr gespannt wie mein Buch ankommen wird, zumal es eine völlig neue Erfahrung für mich ist. Übrigens stammen alle Zeichnungen und Illustration im Buch aus meiner Feder. 

 

 
 

Martyn Dunn, herzlichen Dank für das spannenden Interview! 

Mehr zu Martyn Dunn auch bei Instagram: martyndunn

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